Das Rechnungsjahr 2025 schliesst mit einem Überschuss von rund 63 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 3,6 Mio. Franken. Die Rechnung fällt damit um 66,6 Mio. Franken besser aus als erwartet. Hauptgrund dafür ist der bereits Ende November vom Gemeinderat kommunizierte Aufwertungsgewinn von 56,9 Mio. Franken auf den Liegenschaften im Finanzvermögen. Zusätzlich trugen höhere Steuereinnahmen und nicht voll ausgeschöpfte Globalbudgets zum sehr guten Ergebnis bei. Somit ergibt sich aus ordentlichem Aufwand und Ertrag eine Besserstellung von 9,8 Mio. Franken.
Höhere Steuereinnahmen
Die Einnahmen der Steuern laufendes Jahr sind 8 % beziehungsweise 4,1 Mio. Franken höher als budgetiert. Auch bei den Steuern Vorjahre konnten 3,1 Mio. Franken mehr fakturiert werden. Kapitalabfindungs- und Quellensteuern liegen mit 0,2 Mio. Franken leicht unter den Erwartungen, während für die Anrechnung ausländischer Quellensteuern 0,2 Mio. Franken mehr aufgewendet werden musste. Die Senkung des Steuerfusses per 2025 konnte damit optimal aufgefangen werden. Die Steuereinnahmen zeigen sich weiterhin robust und lassen für die Zukunft Spielraum offen.
Minderaufwand beim Sach- und Personalaufwand
Der Gesamtaufwand der Erfolgsrechnung liegt mit 122,1 Mio. Franken um 4,5 Mio. Franken unter dem Budget. Nach Abzug des Aufwertungsgewinns ergibt sich aus ordentlichem Aufwand und Ertrag eine Besserstellung von 9, 8 Mio. Franken.
Der gesamte Personalaufwand liegt um 1,5 Mio. Franken unter dem budgetierten Betrag. Die grössten Minderaufwände entfallen auf die Pflegezentren und den Bildungsbereich. Wie bereits in den Vorjahren war es insbesondere in diesen beiden Bereichen schwierig, offene Stellen zu besetzen.
Der Sachaufwand unterschreitet das Budget um 2,9 Mio. Franken. Die grösste Abweichung mit einem Minderaufwand von 1,7 Mio. zeigt sich beim Mietaufwand, da aufgrund fehlender Mietobjekte nicht genügend Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen bereitgestellt werden konnten. Gleichzeitig fielen dadurch höhere Abgeltungszahlungen an den Kanton an, weil die Aufnahmequoten nicht erreicht wurden.
Nachtragskredite bei Investitionen
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 22 Mio. Franken investiert. Damit wurde das budgetierte Investitionsvolumen von 21,1 Mio. Franken leicht überschritten. Die Mehrkosten betreffen die Gesamtsanierung und Aufstockung des Mehrzweckgebäudes Schwerzi (1 Mio. Franken) sowie den Neubau Werkhof Roggenacker (2,3 Mio. Franken). Für beide Vorhaben sind Nachtragskredite notwendig. Gemäss der Kostenprognose von Anfang 2026 kann der Gesamtkreditrahmen, voraussichtlich eingehalten werden. Im Bereich Tiefbau und Abwasser wurden die notwendigen Nachtragskredite bereits an der Gemeindeversammlung vom August 2025 eingeholt. Zudem beansprucht der Abwasserverband Höfe für seine verschiedenen Projekte zusätzliche Mittel, weshalb auch hier ein Nachtragskredit notwendig wird.
Spezialfinanzierung Feuerwehr mit Überschuss
Die Spezialfinanzierung der Feuerwehr schliesst mit einem Überschuss von 0,5 Mio. Franken ab. Die Reserve beträgt neu 2,4 Mio. Franken. Damit können zusätzliche Abschreibungen und Betriebskosten im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Sanierung des Feuerwehrstützpunkts mittel- bis langfristig finanziert werden.
Das Defizit der Abwasserrechnung kann derzeit noch durch die Reserven gedeckt werden. Dank hoher Anschlussgebühren konnten die Abschreibungen spürbar gesenkt werden, was die Abwasserrechnung aktuell entlastet. Vor dem Hintergrund des für 2026 erwarteten deutlich höheren Defizits werden die verbleibenden Reserven von 3,5 Mio. Franken jedoch voraussichtlich schnell aufgebraucht sein.
Die Pflegezentren konnten ihr Defizit gegenüber dem Vorjahr zwar erheblich senken, dennoch sind ihre Reserven inzwischen aufgebraucht und die Spezialfinanzierung weist eine Schuld gegenüber dem allgemeinen Haushalt aus. Auch das Abfallwesen bleibt defizitär, die Schulden haben sich in den vergangenen Jahren auf insgesamt 0,4 Mio. Franken erhöht. Entsprechende Massnahmen wurden eingeleitet.
Solide Finanzen
Die finanzielle Lage verbessert sich auch mit dem Rechnungsabschluss 2025 weiter. Die liquiden Mittel bleiben hoch und ermöglichen die Finanzierung künftiger Investitionen ohne neue Kreditaufnahmen. Zusammen mit den Aufwertungsgewinnen steigt das Nettovermögen pro Einwohner auf über 10'000 Franken, wovon rund 8'000 Franken in Finanzliegenschaften gebunden sind.
Der Selbstfinanzierungsgrad liegt im langjährigen Mittel über 100 %.
Gemeindeversammlung
Die Gemeindeversammlung zur Rechnung 2025 findet am Freitag, 10. April 2026, um 19.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Weid in Pfäffikon statt.
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| Medienmitteilung Botschaft Rechnung 2025 (PDF, 118 kB) | Download | 0 | Medienmitteilung Botschaft Rechnung 2025 |