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zur Ortskunde

Beiträge zur Ortskunde aus den Dörfern unserer Gemeinde

Topographie (Ortskunde) und Chronologie (Zeitrechnung) sind die zwei Augen der Geschichte. Ohne die Kenntnis der Örtlichkeiten, wo, und der Zeit, wann ein Ereignis stattfand, ist eine zuverlässige Darstellung der Geschichte nicht möglich. Während die Chronologie für ganze Länder und Zeiträume ihre Geltung hat, ändert sich die Topographie je nach dem Orte, wo etwas geschah. Das ist der Grund, weshalb jeder gewissenhafte Geschichtsschreiber sich vor allem mit dem Boden vertraut machen muss, auf dem seine Geschichte sich bewegt.
Alles, was wir hier zur Ortskunde beitragen, ist aus den besten, zuverlässigsten Quellen geschöpft. Es sind die Urbarien (Einkünfteverzeichnisse) der Höfe Wollerau und Pfäffikon vom 13. Jahrhundert an; die alten Jahrzeitenbücher der Pfarreien Ufnau, Freienbach und Richterswil, die alle aus dem 15. Jahrhundert stammen, aber auf viel frühere Zeiten zurückgehen; es sind Urkunden, Akten, Gült-, Kaufs-, Verkaufs-, March- und Zinsbriefe, Protokolle, Rechnungen, amtliche Bekanntmachungen, Chroniken, Pfarr- und Tagebücher, Karten, Abbildungen (sogen. Prospekte) und langjährige, eigene Anschauung.
Seit alter Zeit waren die Höfe in den vordern oder obern Hof Pfäffikon und den hintern oder niedern Hof Wollerau geteilt. Die Grenze geht vom Bärenried an der Sihl (Feusisberg) über Büel, Giessen westlich von der Kirche Feusisberg, über die Leutschen westlich vom Leutschenhaus, und von da zum Walenseeli. Da im Laufe der Zeit Zweifel entstanden, wurde 1492 und 1512 die Linie noch genauer bestimmt. Für Fernerstehende ist es vielleicht nicht überflüssig, zu bemerken, dass diese Grenze nicht mit den erst später auftretenden Pfarrei- und Gemeindegrenzen zusammenfällt.

Literatur

  • Auszug aus dem Buch "Beiträge zur Ortskunde der Höfe" von P. Odilo Ringholz. Cirka 1920

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q   S  T  U  V  W  X  Y  Z
 

A
Abschlacht (abschüssiges Land), Altendorf 1383 - Abschlachters Hofstatt im Oberdorf Pfäffikon bei der Kapelle, 15. Jahrh.
Äcker gemeine (Allmeind), Hurden 1331. Äcker werden seit dem 13. Jahrh. in Freienbach und Pfäffikon oft erwähnt, sie gingen bis auf die Schwendi hinauf. Der Geschlechtsname Ackermann erscheint schon 1331 auf Stalden (Feusisberg)
Adelrichs Holz, Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Ägerten, Egerten (Landstücke, die, bisher als Äcker bebaut, zu Wiesen liegen bleiben, oder unfruchtbares Land überhaupt, bei Hergishalten, Pfäffikon 1331.
Aghofstetten, Ufnau, 15. Jahrh. In dieser Benennung steckt der uralte Personennamen Agi, Ago.
Altwig (= ein altes, festes, wehrhaftes Gebäude von wic, wiges=Kampf, Schlacht) Pfäffikon, 1331.
St. Andreas = St. Anna-Kapelle im Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Anwandel, - r (= Anthauptacker = der Acker, auf den alle Stossäcker mit ihren Häuptern anstiessen und bei dem der Pflug gewendet werden musste), Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Arenstein, Arnstein (Tenne auf einem Felsen), Ufnau und Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Au, Ow (= Insel, Halbinsel, Gelände an einem Wasser, zugeschwemmtes Grienland) häufig und an verschiedenen Orten in beiden Höfen von 1331 an, besonders auf Schwendi und = Bächau.
B
Bäch, Bachiu 972 (von den Bächen, die dort in den See einmünden)
Bächau, ze Beche in der Owe 1331, wo damals schon Reben gepflanzt wurden; Ouwe zuo bechi, Ouwe by wallese, 15. Jahrh. Später, im 17. Jahrh., ist daselbst Fruchtbau nachzuweisen.
Bächen, zwischen beiden, auf Schwendi, 1596.
Bäch-Eüwli, 1780 ein Mattli auf der Bächau.
Bächlerwiesli (früher Bächlematt), Breiten-Pfäffikon, an der Strasse nach Lachen, nicht weit von der Abzweigung der Strasse nach Hurden.
Bachtele 1331 (= Bachtal = ein nicht zu tiefes Bachbett), Schwendi.
Balb (= Balm, stark überhängender Fels, Felshöhle, woher der Geschlechtsname Balber), Hohenbalb, Ufnau, 15. Jahrh.
Baumgarten sehr häufig seit 1331.
Bechelin Bechli, Bechlon (kleiner Bach) 1331, Bächlen 1596, Breiten-Pfäffikon beim Bächlerwiesli.
Bender-Garten 1596, -Stökk (Weiden und andere Pflanzen, die zum Binden verwendet werden), 15. Jahrh., bei der Fad, Pfäffikon.
Berg Ober-, Nider-, 1331, Schwendi.
Bergwies stosst an Roggenacker, 15. Jahrh., Freienbach
Bilgeri- (Pilger-) Strasse, -Weg über den Etzel und durch die Etzelweiden, werden sehr oft seit Anfang des 15. Jahrhunderts erwähnt und sind bis auf die Schwendi hinauf zwei von einander verschiedene Wege. Der Bilgeriweg ist seinem Hauptzuge nach der noch jetzt bestehende bei der Kirche zu Altendorf von der Landstrasse abschwenkende Wallfahrts-Fussweg bis auf die Höhe des Etzels. Die Bilgeristrasse dagegen verlässt die Landstrasse von Altendorf gegen Pfäffikon beim sogen. Weinbergli, zieht gegen Burg, Hüllerichwiesen, die Güter zwischen beiden Bächen und gelangt beim "Helgenhüsli", in dessen Nähe der Schmidsberg ist, in den Bilgeriweg.
Blatt -en, Blattun, Platten, 1331 Freienbach.
Blutwangen-
Hofstatt,
1331, Pfäffikon
Bödemli 18. Jahrh., bei Wilen.
Boll -e (rundlicher, kuppenförmiger Hügel), 1331 Freienbach und Pfäffikon. Bollwiese, 1559, bei der Schulwiese und Schwärze, Freienbach.
Bönrichs Gut (Familienname) im Tal 1331.
Böschen Böscherren (von Busch) 1331 Freienbach.
Breite bei Summelen, Pfäffikon 1456.
Breiten - i, Brietten, Gebreite (ausgedehntes, ebenes Feld, Ackerfeld) 1331 Pfäffikon. 
Breiten bei Wilen mit einem steinernen "Helgenhüsli", 1663.
Bruchinen - Acker ze Bakenbom, Pfäffikon. Vom Geschlechtsnamen Bruchi, = dem jetzigen Bruhin.
Bruchweid 18. Jahrh., oberhalb der Steinbrüche in Ausserbäch.
Bruder-Rüti auf Schwendi, 15. Jahrh. Das Wort "Bruder" in Orts- und Flurnamen deutet auf Niederlassungen von Waldbrüdern, auch wenn diese nicht direkt nachgewiesen werden können.
Brüel (Wiesengrund) beim Schlosse Pfäffikon, 15. Jahrh., - Der arme Brüel, "östlich an der Schlossmühle (Pfäffikon) von der Strasse nach Einsiedeln, dem Dorfbache und einem Nebenwege begrenzt" 1825.
Brüglen Strass ze den, beim Buchholz auf Luegeten, 15. Jahrh.
Bruwies 1791, im Tal, Pfäffikon
Buchholz, - wald unterhalb der Luegeten, 15. Jahrh.; oberhalb der Luegeten heisst er jetzt Dunkelwald. - Das Buchholz, "so ob Pfäffikon liegt", verkaufte Abt Adam 1578 der Stadt Zürich, aber nur das Holz, nicht Grund und Boden. Der Abt liess das Holz fällen und in Scheiter von mindestens drei Werkschuhen Länge verarbeiten und an den See führen, von da holten es die Zürcher in Schiffen ab. Für jedes Klafter zahlten die Züricher 21 Batzen. Das Abholz, die Burdinen und die Stöcke verblieben dem Stifte.
Büel, Büchel (ein etwas länglicher, fast horizontal fortlaufender Hügel), 1331 Freienbach, 15. Jahrh. Ufnau.
Büel-Gasse,
-Halten
15. Jahrh., Pfäffikon.
Bünt Pündt, 15. Jahrh. Freienbach. Eingezäuntes Grundstück meist in der Nähe von Häusern.
Buoch die Färj by der - im Zürichersee, 1554. War ein Fischereifach (Färi = Fach) bei der Insel Ufnau, das zur Pfarrpfründe daselbst gehörte.
Buchartz Burkarts Acker und Hofstatt, 1331, Pfäffikon; - Rüti, 15. Jahrh., zwischen dem Hüllerich und dem Burgbach.
C
D
Des Vaders Wiss auf Luegeten, 1596.
Döyffenbach auf Schwendi, 15. Jahrh.
Drei Eidgenossen siehe Fuchsberg.
Dreiländerstein ein ca. zwei Meter hoher Stein im Zürichersee westlich vom Seedamm zwischen Rapperswil und Hurden, wo die Grenzen von Schwyz, Zürich und St. Gallen zusammentreffen, mit den Wappen dieser drei Kantone.
Driesbühl Trisbüel, Trüspel, 1331 Pfäffikon. Wahrscheinlich geht der erste Teil dieses Namens auf die Bergerle, Drueserle, zurück. Im Jahre 1356 waren auf Driesbühl drei Juchart Weinreben mit einer Trotte.
Duchsli 18. Jahrh., anstossend an den Herrenbruch, Ausserbäch. Wahrscheinlich = Tüchsel, Düchsel = kleiner Höcker.
Dunkelwald siehe unter Buchholz.
E
Egg (Oberhaslen), Wilen, 1514. Eggwald, - weid, 1786. Egg bedeutet eine spitzig vorspringende Anhöhe.
Eggli bei Wilen. Hier wird noch etwas Gerste und Frucht gepflanzt.
Eich zur schönen, 1331, Pfäffikon.
Eichholz Wald zwischen Freienbach und Pfäffikon, 1331. Obereichholz bei Ober-Driesbühl. Eichholzhalten im Tal, 1472.
Eichwald in dem Hasel, Wilen, 15. Jahrh.
In früherer Zeit gab es in den Höfen viele und ziemlich grosse Bestände an Eichen. Dieser Baum war sehr geschätzt. Seine Frucht war ein Hauptnahrungsmittel für die Schweine, die früher in den Höfen sehr zahlreich gehalten wurden. Die Eichen waren aber auch ihres Holzes wegen sehr begehrt, das zu Trottbäumen, für den Schiff- und Orgelbau, sowie für viele andere Geräte und Wohnungseinrichtungen gebraucht wurde.
Engengasse auf Schwendi, 1596.
Erbrust Erdbrust, in der Marchlinie vom Jahre 1492 zwischen Vorder- und Hinterhof und zwar 1596 als bei der Stalden gelegen erwähnt.
Erli-Rüti auf Schwendi, 1331.
Eschenmoos auf Schwendi, 15. Jahrh.
Etzel Eczelin, erste Hälfte des 13. Jahrh. Etzlin 1261, mons Ezcili 1274. Die Einsattelung des Berges, wo die Kapelle und das Wirtshaus steht, war und ist zum Teile noch ein sehr stark begangener Pass. Ausser der schon erwähnten Bilgeristrass und dem Bilgeriweg führte seit den ältesten Zeiten von Pfäffikon her über den Etzelpass ein Saumweg, der in den Jahren 1769 bis 1774 zur 18 Schuh breiten Fahrstrasse umgebaut und seither noch bedeutend verbessert worden ist.
Eulen Öwelen, Öwlen (kleine Aue), 15. Jahrh., zwischen Freienbach und Wilen. - An einem Hause daselbst eine sog. Leichengruebe.
Eulenbach Ewlenbach 1561, heisst der obere Lauf des Sarenbachs.
F
Fad Vad (Grenzzaun zwischen zwei Grundstücken), 13. Jahrh. Unterdorf Pfäffikon. - Daher der alte Geschlechtsname Vader, der 1331 schon häufig vorkam.
Fällmis bei Wilen. Veldmos, Veldmuess, 15. Jahrh. Veltmos beim Tüffenbachtal, 15. Jahrh. Wurde auch Geschlechtsname: Veldmoser, Föllmi, Follmer. Ist entweder = Feld- Mies = Feldmoos, oder = Felw-mos. Felwe = Weide, Weiden-Stock,-Baum. Ze den Velwen, 1331, Hurden.
Feld Hurden, 15. Jahrh. Oberfeld daselbst. Hurdner Feldli. Seefeld in der Nähe. Bedeutet meist Ackerfeld. Feldmatten bei Eulen.
Folenbaum Vollenbaum, 15. Jahrh., Schwendi, wahrscheinlich = Fallbaum, Schlagbaum bei einer Grenze. Oder steckt ein Personennamen, etwa Volchino, in diesem Ortsnamen?
Frauenwinkel siehe Winkel.
Freienbach Friginbach 972, Bach des Frigo, Frijo. Ein Rudi Frijo erscheint noch 1331 in Freienbach, "des Frygen Reben" werden im 15. Jahrhundert genannt.
Friesen - Gassen, -Gut, Oberdorf Pfäffikon, -Schwand, 1331, stosst ringsum an die Wollerauer Allmeind und an das Einigholz (Scheeren) der Hofleute, Korporationsland von Wollerau. Wurde 1591 von Jakob Fuchs an der Schindellegi erkauft. - Der Name geht auf den Geschlechtsnamen Frieso (Fossor, Fossorius) zurück, der seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in den Höfen erscheint. Frieso heisst ursprünglich ein Mann, der Gräben aufmacht, Erdarbeiter.
Fuchsberg Freienbach, 1580. Des Fuchsen Stalden 15. Jahrh. Der Name kommt nicht daher, weil dort besonders häufig Füchse gehaust hätten, sondern vom Geschlechte der Fuchs, das seit der ersten Hälfte des 13. Jahrh. in den Höfen nachweisbar ist und das im 15. Jahrh. besonders auf Stalden, also ganz in der Nähe, ansässig war. Die in der Nähe des Fuchsberges stehende Kapelle Drei Eidgenossen hat Ihren Namen von dem Mauerbild mit den Eidgenossen Werner Staufacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal.
Fuchsstein 15. Jahrh., auf Schwendi. Dieser Name kommt von den Füchsen her, die dort zahlreich waren.
G
Galgen siehe Hurden.
Garnhenki 1331, Freienbach, Bäch. Vorrichtung, Ort, wo Garn nach dem Bleichen, Färben und Sieden, und Fischgarne, d.h. Zugnetze, zum Trocknen aufgehängt werden.
Gassen 1331, überall in den Höfen. Zu der engen Gassen, Schwendi 15. Jahrh.
Geheie (Gehege), Freienbach.
Geren bei der Kirche zu Freienbach 1331; beim Riedbrunnen, Pfäffikon 15. Jahrh. Ist ein spitzer Streifen Landes, ein dreiwinkliger Acker, z.B. zwischen zwei längern Äckern, oder Wald, Wiese von länglicher Gestalt mit spitzen Winkeln.
Gerenried 15. Jahrh., Freienbach.
Geschefft ob Schwendi, 15. Jahrh. Beim Eschenmoos 1596. Der Name ist offenbar ein Bildung wie Gschwend aus Schwand, Geschletter, Gschlücht aus Schlucht u.a.
Girsshalten die man nennt die Wisshalten, 15. Jahrh., zwischen Halten und "in der Wanne", Freienbach. In diesem Ortsnamen steckt der Geschlechtsname Gyr.
Gravental 13. Jahrh., oberes, niederes 1331, bei Weingarten, Pfäffikon. Geht auf das Geschlecht der Grafen (grauo, comes) zurück, das seit dem 13. Jahrh. in den Höfen ansässig ist. Ein H. und Rudolf Graf ab Halten von Pfäffikon erscheinen zu Anfang des 15. Jahrh. im alten Jahrzeitenbuch der Ufnau unterm 24. Februar und 22. April. Stand dieses Geschlecht in irgend einer Beziehung zu den alten Grafen von Rapperswil?
Gräfli Pfäffikon.
Griesgruben 1331, Pfäffikon. Gries = Grien, Kies.
Gruob auf der Luegeten, im Tal 1331, beim Sack, Pfäffikon 1596, 1610 Schmalzgrub genannt, was bildliche Bezeichnung eines fruchtbaren, ergiebigen Ortes ist.
Gruobly 15. Jahrh., Haslen-Wilen.
Grützen (sandige, trockene Stelle, wo die Gewächse beim heissen Wetter mager werden oder absterben). Freienbach östlich von der Kirche, 15. Jahrh. Hier wurden im Alten Züricher Krieg Gefallene beigesetzt.
Guggenbüel (weithin sichtbare Bodenerhebung, auf Hurdnerfeld 1596. 1497 sind Guggenbüeler auf Hurden ansässig.
Güllen (Wasserlache, Pfütze, Sumpf), Ufnau, 15. Jahrh. Das Geschlecht der Güller erscheint seit 1299 in den Höfen.
Gwatt 15. Jahrh., Watt 1331 (Furt im Sumpfland), Pfäffikon.
H
Hagstal im Tal, 1472.
Halten Haltun (Abhang eines Hügels, Berges, Berglehnen), Freienbach 13. Jahrh., Bäch 1331, Luegeten 15. Jahrh.
Hanfbünt Pfäffikon, Freienbach, Stalden 1331. - Hanf- (Hauf-) Länder gab es zu Ende des 18. Jahrhunderts noch in grosser Anzahl, wohl ein Viertel aller Heimwesen hatte nachweisbar solche "Länder". Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwinden die Hanfpflanzungen gänzlich.
Hasen- Hasun-Acker, -Hofstatt, -Haus 1331, Pfäffikon, wo in derselben Zeit das Geschlecht der Hasen erscheint.
Hasel Hasle, - n, zu Wilen 1406, wo das 1909 gebaute Schulhaus Wilen-Bäch steht; auf der Schwendi 15. Jahrh. Das Wort kann vom Haselnusstrauch herkommen, aber auch vom lockern, "haselgrienigen" Boden. Hasler war schon 1331 in Pfäffikon Geschlechtsname.
Hedinentrog an der Grenze zwischen den Höfen und der March, 1472.
Hegin Hegne, - ni (ein eingehagter Ort, Gehäge, Einzäunung), 1256, ein Acker zu Pfäffikon.
Heltherren Bäch, 1331. Kommt von Held und Herr, Geschlechtsname.
Hergishalten 1331, Pfäffikon. Entweder = altes Rutschgebiet, 1606 (verhergen = zerstören), oder der erste Teil geht auf den Personennamen Hergis zurück.
Der Herren -Acker, -Boden, -Brüel, -Gut, -Hofstatt, -Hus, -Moos, -Rüti, -Wiese, 1331 und später, Besitz des Stiftes Einsiedeln, der Johanniter von Wädenswil und anderen Herren in den Höfen.
Herrenbruch 18. Jahrh., Steinbruch in Ausserbäch.
Herstrass erstes Drittel des 13. Jahrh., Eigentlich = Heer-Strasse, in Pfäffikon ein Hof, der auch in der Offnung von ca. 1420 erwähnt wird.
Hesslibachs Güter Freienbach, 15. Jahrh. Dieser Geschlechtsname erscheint schon 1331.
Hirtzeren Hirtzlis Gut 1445, jetzt Hirzelen zwischen Wilen und First. (Hirz = Hirsch)
Hirtzlis -Bleiki, 15. Jahrh., -Hofstatt zu Bäch, 15. Jahrh., -Silhalt bei der obern Bleiki, 15. Jahrh.
Hochenrein auf Hurden 1331.
Hof 1374 in Pfäffikon.
Höfe Name für beide Höfe Pfäffikon und Wollerau, seit dem 13. Jahrh. urkundlich nachweisbar. Seit der Eroberung durch Schwyz "Schwyzer Höfe" genannt zum Unterschied der benachbarten Rapperswiler Höfe. Die Bewohner hiessen im 13. und den folgenden Jahrhunderten "Hofleute" und "Hofjünger", jetzt "Höfner".
Holder -Büel bei Rütibüel 15. Jahrh., -Studen am obern Feld, an der Strasse, die von Pfäffikon aufs Hurdnerfeld geht, 15. Jahrh.
Holzrüti ein Gut auf Luegeten, 15. Jahrh.
Horenwies 15. Jahrh., eine Wiese am Horn, Ufnau.
Huoba, Hueb (die Hälfte eines Hofes, 40-48 Juchart), 13. Jahrh. Niedere, obere 1331, jetzt Hueb und Hüebli, Pfäffikon. Die obere und niedere Hueb sind auch in der Offnung von ca. 1420 erwähnt. Der Geschlechtsname "in der Hueb", "Hueber" ist im 14. Jahrh. auch in den Höfen nachweisbar.
Hubbüel bei Schwebegg, 15. Jahrh.
Hubel (= Hügel), Pfäffikon, beim Driesbühl und bei der Pilgerstrasse, 1556.
Hub-Stapfen (s.u. Stapfen), 14. Jahrh., -wiese, 15. Jahrh.
Hulderwiesen bei Burkards Rüti in der Nähe des Hüllerichs, 15. Jahrh.
Hüllerich Hülr, Hülren, Hüllrich (reich an Höhlen, altes Rutschgebiet), Wald im Tal, 14. Jahrh.
Hümlen ein Gut bei der Freienbacher Allmeind, 1558.
Hündels -Acker, -Wies, Hündlen, unterhalb der untern Leutschen, Freienbach, 15. Jahrh. Entweder kommt der Name von Huhn (Hüendli), weil das Grundstück ein Huhn als Zins geben musste, oder von Hund.
Hundtschypffe (Engpass), 1596; im 18. Jahrh. Hundsschöpfi, das Tobel, durch das der Krebsbach vom Schlöfli gegen Bäch fliesst.
Hungerbüel 15. Jahrh., jetzt Hunger zwischen Wilen und Wollerau. Daselbst steht ein Stein mit einem eisernen Kruzifix und dem Wappen des Geschlechtes der Müller. - Bei Hergishalten, Pfäffikon 1596.
Hungerloch im Tal, 1649. Der Ortsname Hunger bedeutet entweder eine unfruchtbare, unwirtliche Gegend oder Ansiedlungen von Ungarn.
Hurden Landzunge gegen Rapperswil, so gennant, weil der See in jener Gegend ganz von Fischereifachen übersetzt war, die aus Flechtwerk, Hürden bestanden. Zu Ende des 12. Jahrhunderts wurde Hurden noch zu Altrapperswil gerechnet und auch so genannt, der Namen Hurden ist aber seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts allgemein gebräuchlich geworden.
Hüsel- Hofstatt auf Luegeten 1331; - -Horn, Pfäffikon, ein Fach am See, 15. Jahrh. Geht auf den Personennamen Husi, Huso zurück.
Hüsern auf Moos 1331. Ufnau, 15. Jahrh.; Hüserwiesen zu Pfäffikon und Feusisberg, 1331. Wurde zum Geschlechtsnamen, Hüsrers Acker, Pfäffikon, 1331.
Hütbüel (= Huet-Büel, Wachtposten auf einem Hügel). Vergl. Guggenbüel, Luegeten und Oberwacht.
I
Im Grund 15. Jahrh., in den Höfen oder auf Egg?
J
Jakobligraben vorhalb Grützen, Freienbach.
Joch, Juch Freienbach, bei der Leutschen und im Höfnertal 1331. Wahrscheinlich = Juchart.
K
Kalch-, Kalk- -Darren, -Doren, Oberdorf Pfäffikon 1331.
Kännel Reben in der Eulen 1617, s.u. Kenel.
Kellenhof, Kelnhof (= Hof, auf dem der Keller, cellerarius, sass), Oberdorf Pfäffikon 1331. Kellers-Acker, -Gut, Pfäffikon 1331; -Gut auf Luegeten 1331. Kelleren-Gebreite, Pfäffikon 1331. In der Källeren, ein Fischereifach, 15. Jahrh.
Kenel canale (= Rinnenförmige Bodensenkung im Gebirge)
Kilch (Kirch) -Stapfen, Freienbach, 1331.
Kohlenholz Pfäffikon.
Körnlis- Acker auf Schwendi, 15. Jahrh. Körnli ist Geschlechtsname.
Des Kraften Güter im Tal, 15. Jahrh. Weist auf das Geschlecht der Kraft hin.
Kraftenholz = der Wald des Hans Kraft im Tal, 1567.
Kräbs- (Krebs-) Bach, Wollerau, 1546.
Kromen auf Schwendi, 15. Jahrh. Kromen ist ein durch eine Einfriedung abgeschlossener, enger Raum.
Krumbechli 1586, kleiner Bach, der durch die Krummen in den Sarenbach fliesst.
Krummen Krum, ein Gut unterhalb Eulen, 1569.
Kurzenacker (de brevi agro), erste Hälfte des 13. Jahrh. auf Hurden. Von da mag der Geschlechtsname Kürzi stammen.
Kützen- - el, -Gebreite, -Hof, Pfäffikon 1331, wo in jener Zeit das Geschlecht der Kützen erscheint.
L
Langacher (Wannen) bei Stollen, 1596.
Langacker beim Hurdnerfeld, 15. Jahrh.
Langenacker zwischen Freienbach und Pfäffikon, 15. Jahrh.
Langwies auf Hurden, 1497.
Lätten bei Wilen, 18. Jahrh.
Leichengrueben = Leichen-Ruhe = Kreuze, Bildstöcke oder Kapellchen an den Wegen oder Häusern, wo bei Leichenbegängnissen kurze Zeit stillgestanden, geruht und für das Verstorbene gebetet wird. Siehe Eulen, Fuchsberg, Hunger, Riedbrunnen etc.
Leimgass bei der Leutschen, 1773.
Leutschen Lövzschen, 14. Jahrh., Löitzschen, Löttschen, 15. Jahrh., Freienbach, Weingut des Stiftes Einsiedeln. Die nicht zu hohe aber langgestreckte Erhebung gleicht einem Hundsrücken, woher der Name kommt.
Lidwilen Weid und Wald, beim Joch, Pfäffikon, 1581.
Ze Liggenden (Grundbesitz eines Privateigentümers), 1331. Liggiton Wisen, 15. Jahrh., Liggonten Gassen, Bäch.
Louwibach 1472, Löwenbach 15. Jahrh., jetzt Lüsibach (nicht Lüssibach), Grenzbach zwischen den Höfen und der March.
Löli -n, ein Wald zu Pfäffikon 1331.
Löwenstein im See bei Hurden, 15. Jahrh., der 12. Marchungspunkt des Frauenwinkels. - Er ist ein Findling und ragt östlich vom Bahndamm aus dem Wasser empor und ist etwa 44m vom Punkte entfernt, auf dem jetzt der Grenzstein Zürich-Schwyz-St. Gallen errichtet ist. - Löwen hängt zusammen mit Löuinen, Gegend wo Erdrutsche stattgefunden haben.
Luegeten Luogatun ca. 1190. Aussichtsreicher Ort, Wachstation.
Lüsibach s.o. Louwibach.
Lütwilers Gut im Tal, 1331. S. o. Lidwilen
Lützelau insola minor 741, Luzilunouwa 744, die kleinere Au (Insel) im Vergleich zur grössern Ufnau.
M
Malerheimen 1780, Ausserbäch.
Mathisen-Acker (vom Geschlechte der Mathis), Ufnau, 15. Jahrh.
Menidorferen-Gut Menidorfs-Weiher, Unterdorf Pfäffikon. Der Name kommt her von dem Magister Heinrich von Männedorf, langjährigem Schulmeister im Stifte Einsiedeln, der im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts dem Stifte einige Schenkungen von Grund und Boden machte.
Mertzen-Gut Luegeten, -Rüti, Schwendi 1331. Kommt vom Geschlechtsnamen Mertz her.
Mettela, Mettlen unterhalb der Luegeten 1331. Beide -, 15. Jahrh. Der Name bezeichnet ein kleineres, urbar gemachtes, auf zwei oder drei Seiten von Wald umgebenes und darum meist schattiges, feuchtes und wenig etragfähiges Land.
Miesegg Freienbach, beim Fuchsberg. Mies = Moos.
Mose, Moos beim Langenacker zwischen Pfäffikon und Freienbach, 15. Jahrh.
Mülbrüel Pfäffikon, 1331.
Mülimatt Pfäffikon, erstes Drittel des 13. Jahrh. In Pfäffikon waren seit der ältesten Zeit zwei Mühlen, die obere und die untere.
Müöhri (= Schlamm, Moor), 18. Jahrh. Bäch.
Mürken ein Gut 1298. Das Wort deutet wahrscheinlich auf einen Heustadel. Mürgis Acker, beim Gwatt? 15. Jahrh.
Musers Halten Pfäffikon 1331.
Müslen Müssli (moosig, sumpfig) beim Kützelhof, Pfäffikon 1318.
N
Nünrütti (Neu-) bei Halten, 15. Jahrh.
Nussbaum da man die Staren facht (fängt), auf Hurden beim Stockfach, 15. Jahrh. Die Nussbäume waren sehr geschätzt wegen ihrer Früchte, aus denen Öl gepresst wurde, und wegen ihres Holzes.
O
Oberstein beim Leutschenwald, 1792.
Oberwacht Pfäffikon. Vergl. Pfäffikon, Schlossturm, Luegeten. Aus diesen Ortsnamen darf man schliessen, dass auch in den Höfen, wie an anderen Orten, z.B. gerade in dem benachbarten Altendorf, eine Reihe von Wachtstationen angelegt war, ohne dass wir nähere Nachrichten hierüber, als die angeführten Ortsnamen, hätten.
Oberwies Ufnau, 15. Jahrh.
Obrost (zuoberst) bei Sal, 15. Jahrh.
Öchsli Freienbach. Der Name kommt her von Vogt Ludwig Öchsli von Einsiedeln, der nachweisbar schon 1622 in Freienbach ansässig war. 1648 war das Anwesen im Besitze von "Hans Ludwig Öchslis sel. Erben", 1699 war Franz Stocker "vf dem Öchsli" ansässig.
Öltrotte 1765, beim Fälmis.
Outiserberg beim Hüllerich und der Schwendi, 1388.
P
Petersrüti 1331, Schwendi.
Peterswiesen 15. Jahrh., ein Gut bei der Pilgerstrasse. In den Höfen ist der Taufname Peter sehr gebräuchlich. St. Petrus ist der Hauptpatron der uralten Pfarrkirche auf der Ufnau. "St. Peters Nussbäume", 14. Jahrh., Pfäffikon, sind solche, die dieser Pfarrkirche gehörten und deren Erträgnis für das ewige Licht daselbst verwendet wurde.
Pfäffikon Phaffinchowa 965. Nach J.L. Brandstetter: "Hof der Familie des Faffo". Dinghof, Sitz des Gerichtes und der Verwaltung der Stiftsgüter in jener Gegend - Hus, Spicher, Burg, jetzt Schloss genannt.
Pirchen obre, nidre (= Birken), 15. Jahrh. Birchweid, Pfäffikon
Plüwigen Schwendi 15. Jahrh. Der Geschlechtsname Blüwel (= Hammer) ist in den Höfen seit Anfang des 13. Jahrh. nachzuweisen. 1331 wir ein Büwel ab Schwendi genannt.
Q
R
Rain, Rein (langgestreckter Abhang) im Tal 1331; oberhalb Waldisberg, Freienbach, 15. Jahrh.; zwischen Pfäffikon und Freienbach. Hochenrein auf Hurden, 1331.
Recholter, Reckholder (gemeiner Wachholder), ein Hof auf dem Hurdnerfeld 1331. Recholtrer ist schon 1331 zum Geschlechtsnamen geworden. Siehe auch Holder.
Reitelgos Reittelgässli, Rietelgass (= Knüppel-, Brügel-Weg), Pfäffikon, 1331. Reittelgass-Acker, Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Rietbrunnen Rittprunnen, Ripprunnen, Rimprunnen, Pfäffikon, vom 14. Jahrh. an. Das Wort Ritt deutet auf eine Bahn, Rinne, durch die Holz und Heu zu Tal befördert wurde. Das "Rote Kreuz" ob der Strasse beim Schulhause Pfäffikon, in der Wiese der Rietbrunnen-Güter ist eine soge. Leichengruebe.
Riet-. Ritt-Halden oberhalb der Breite, Pfäffikon, 15. Jahrh.
Rietmetlen auf Luegeten, 1331.
Rietwiese beim Sarenbach, Freienbach, 1331; auf der Ufnau, 1331.
Roggenacker Pfäffikon, 1331. Jetzt wird nur noch sehr wenig Roggen und Gerste gepflanzt, und zwar nur, um Schaub zum Binden der Reben zu erhalten.
Römel Oberwacht, Pfäffikon, 15. Jahrh. In des Römers, 18. Jahrh., jetzt Römerei. Rämel bedeutet eine Kuh mit schwarzen Streifen, Flecken, die mit lehmfarbigen oder schmutzigweissen abwechseln. Ob aber Römel auf Rämel zurückgeht, ist zweifelhaft; jedenfalls hat der Name nicht mit Rom zu schaffen.
Ror an vielen Stellen, wo Schilfrohre wachsen, 15. Jahrh. Hurdner Ror, Gladror, 15. Jahrh. Rorweg im See zwischen der Ufnau und Lützelau und in der Richtung gegen Rapperswil. Rorer war schon 1331 Geschlechtsname. - Unbefugtes und rücksichtsloses Rohrschneiden ist schon seit dem 16. Jahrh. verboten und wir bestraft, man will eben die Rohre wegen der Fische und Seevögel schützen. Enten- und andere Eier aus den Rohren zu nehmen, wurde auch im Gerichte vom 11. Mai 1610 untersagt, um der Ausrottung des Vogelwildes vorzubeugen.
Rosshorn Hurden, 1308. Horn = Landzunge.
Rössi bei der Halten, 15. Jahrh.
Ze Roten Apfoltren (bei den Apfelbäumen des Rot), Freienbach 1331.
Rotenrüti auf Luegeten, 1331.
Des Roten Wiese bei der obern Mühle, Pfäffikon, 1331.
Ruche Teile Korporation Freienbach.
Rüffihorn im See bei der Ufnau, 1549, Röfihorn, 1586, ist der fünfte Marchungspunkt des Frauenwinkels. Rüfi = Erdrutsch, die Stelle, wo solcher stattgefunden hat, Schutt- oder Geröllhalde.
Rüssis Höfli in der Eulen, 1617.
Rüti seit 1308 sehr häufig. Ist eine Rodung, ein Stück Land, das von Holzwuchs und Buschwerk gereinigt und urbar gemacht worden ist, besonders auf Gemeindeland, Allmeind. Auf Schwendi, Bachtal, 15. Jahrh. Peters Rüti auf Schwendi, 1331.
Rütibüel beim Holderbüel, 15. Jahrh.; beim Fälmis, 15. Jahrh. Alt oder klein Rütibüel, 1587. Rütihof im Hinterhof, 15. Jahrh.
S
Sack, Sakk Pfäffikon, 14. Jahrh. - -Wiesen 1331. "Rohr in Böschen genannt im Sackh", 1632.
Sarbach Sarenbach, Freienbach, 1331. Dieser Bach überfliesst fast bei jedem Regenwetter und "übersarrt" die Ufer und nahen Rieder. Daher der Name. Sarbachen, d.h. Schwarzpappeln, stehen keine an diesem Bache. Siehe auch Eulenbach.
Sarwis oberhalb Freienbach am See, 1331.
Schlechthorn (Schlehdorn), zwei Äcker am Kirchweg von Wilen nach Freienbach, 15. Jahrh.
Schlöfli - -Gass 1596, am Wege von Wilen nach Wollerau. Der Weg, der von hier nach Hinterbäch führt heisst noch jetzt "Schlyffi". Möglich, dass Schlöfli aus "Schleifi", "Schlifi" entstanden ist.
Schlosshütte auf Schwendi, so genannt, weil zum Schloss Pfäffikon gehörend.
Schmalgrub siehe Gruob.
Schmidsberg Schwendi, 1420.
Schmitgasse Hurden, 15. Jahrh.
Schnabel bei Wilen, 1596. - -Rüti, 18. Jahrh., eben daselbst.
Schochenloch 18. Jahrh., Pfäffikon.
Schulwiese 14. Jahrh., Freienbach.
In dem Schnürli Oberdorf Pfäffikon, 15. Jahrh.
Schwäbegg Swabegg, Schwebegg (= schwebende Egg, ist terrassenförmig), 15. Jahrh., Freienbach.
Schweig- Halten (auf Luegeten), -hus, -stapfen, (Pfäffikon) 1331. Schweigen sind Weideplätze mit Sennhütten für Rinderherden.
Schwendi sehr oft seit Mitte des 13. Jahrh., am Nordostabhang des Etzels, Freienbach. Ober-, Ausser-, Unter- und Hinterschwendi.
Schwendrüti auf Schwendi, Freienbach, 15. Jahrh.
Schwärzi Schwerzen, 1331, Freienbach, stosst an die Schulwiese. Der Name deutet auf dunkle Bodenfärbung hin.
Seebrücke und Seedamm zwischen Rapperswil und Hurden.
Seefeld zwischen Pfäffikon und Hurden.
Sennrüti die Rüti des Senno. Geschlechtsname in den Höfen. Ein Chüni (Konrad) Senno hatte 1331 den Kützenhof in Pfäffikon inne.
Siechenhaus 15. Jahrh. - Weid, 16. Jahrh., auf der Breiten, Pfäffikon, an einem Bächlein in der Nähe der ehemaligen Holderstuden, zwischen der jetzigen Kantonsstrasse und der linksufrigen Zürichersee-Bahnlinie. Erscheint noch 1823 im Totenbuch der Pfarrei Freienbach, ist aber schon längst eingegangen.
Söumerstrass 1596, von Bäch an die Schindellegi.
Spitzacher beim Gwatt, 1596, Pfäffikon.
Stadelhalten 15. Jahrh., Freienbach?
Stäfner "Schwirren, genannt der Stäfner, da das Kreuz an ist", 1769. Ist der dritte Marchungspunkt des Frauenwinkels von Freienbach an gerechnet.
Stapfen sehr oft in Zusammensetzung, z.B. Hub-, Kilch-, Schweig-Stapfen u.s.w., bezeichnet übersteigbare Stellen eines Hages, Zaunes oder einer Grenzmauer. Der Nachbar oder wer die betr. Hagstrecke in Ordnung zu halten hatte, wurde Stapfer genannt, in den Höfen ist 1331 diese Benennung schon zum Geschlechtsnamen geworden.
Stein ober Hurder veld, 1331.
Steinerweid Pfäffikon, vom Geschlechtsnamen Steiner "Hans Steiners Weid, die nennt das Gravental" 1582. "Hans Steiners Gravental" 1575 beim Buchwald.
Steingruben = Steinbrüche, von 1331 an.
Steinwiesen auf Luegeten, 1331.
Stritebnöt (sumpfige Ebene), 15. Jahrh., Freienbach.
Studenweid 1596 bei Schwäbegg, Freienbach.
Summelen Suminenswiese, 1331, Pfäffikon.
T
Tal erste Hälfte des 13. Jahrh., an der Grenze zwischen den Höfen und der March, Höfnertal. Talweid unterhalb der Luegeten.
Tannli im Zürichersee zwischen der Ufnau und Rapperswil, ein Schiffer- und Fischerzeichen.
Thüffenberg 1549, Teufenberg 1769, der 4. Marchungspunkt im Frauenwinkel.
Trispitz von dem nidern, 1331, Pfäffikon. - Steckt darin das Wort Spitze, oder ist es verschrieben anstatt Trisbüel, Trüspel? Es kommt nur einmal vor.
Truchsessen-Güter Hofstatt, -Wiese auf Hurden, Luegeten und Pfäffikon. Kommt her von einer Schenkung des Untertruchsessen Konrad von Hombrechtikon aus den Jahren 1267 bis 1277.
Tüffenhorn 15. Jahrh., Unterdorf Pfäffikon.
U
Ufnau Insel im Zürichersee, 741 Hupinauia, 744 Uinauvia (die Au des Huppan oder Huphan). Von dem Besitzer sowohl als den nächsten Nachbarn wird der Name stets Ufnau gesprochen und geschrieben, niemals aber Ufenau.
Üttenriet (wahrscheinlich = Otten-, Ottos Ried), 14. Jahrh., Pfäffikon.
V
Verle-Rüti auf Schwendi 1331. Färle = Heuschlitten in den Bergen, Ferli = junges Schwein
W
Waldbach fliesst in den Talbach, 1472.
Waldnau 15. Jahrh., Hinterhof.
Wallensee Walasee, Ausbuchtung des Zürichersees gegen Bäch, 1300 vom Stifte gekauft, 1842 vertauscht gegen ein Rossheuried an der Breiten zu Pfäffikon. Der Name kommt vom Geschlechtsnamen Wala her. Wallenacker in Bäch, 1551. - Thünje, Tüny, an dem Halss = Untiefe bei der Landenge zwischendem Walensee und dem Zürichersee.
Waltersperg 14. Jahrh., Freienbach, jetzt Waldisberg.
Wannen (= Weide, Boden, die wannenförmig vertieft sind), auf Rieden, 15. Jahrh. - -Gassen 15. Jahrh.; - -Holz auf Schwendi, 15. Jahrh.; - -Russ, 15. Jahrh., wahrscheinlich bei Wilen; - -Weid, 1331, südlich von Luegeten. - geannt Langacher bei Stollen, 1596. Ein Heinrich Wannenmann erscheint 1331.
Wasser-Schöpfi auf Hurden, 1521.
Watt siehe Gwatt.
Wegmanns Owe, 15. Jahrh., Freienbach?
Wehsel- (= Wechsel-) Acker, 14. Jahrh. Ist ein Acker, der abwechselnd als Wiese benützt wird. - Ried, Freienbach, ein solches, das nur alle zwei Jahre gemäht wird.
Uffen Widon (Weidenstrauch), 1331 = uf der Wyti, auf Ried zwischen Pfäffikon und Freienbach.
Wiger = Weiher, seit dem 13. Jahrh. an manchen Orten, in Pfäffikon hinter der Burg. Auf der Ufnau.
Wildenweid Pfäffikon, heisst 1550 Rudi Wilden Weid nach dem damaligen Besitzer Rudi (Rudolf) Wild.
Wile Wilen (= Weiler) wird 1308 unter den Örtlichkeiten der Höfe erwähnt, die eine grössere Besiedelung und eine Kapelle aufzuweisen hatten.
Wilerweid Freienbach. Geht auf den Geschlechtsnamen Wiler zurück.
Wilhelmsbüel 15. Jahrh., Freienbach, jetzt Wilhelmenhof. Ein Wilhelm war ca. 1430 im Unterdorf Pfäffikon ansässig.
Wingarten auf Luegeten, ca. 1190, im 15. Jahrh. ein Acker; nordöstlich von der Luegeten, wo noch jetzt Wein gebaut wird. Wingartner ist schon 1331 Familienname.
Im Winkel Haus und Hofstatt in Freienbach, 13. Jahrh. - der Teil des Zürichersees, der zwischen Freienbach und der alten Rapperswiler Seebrücke liegt und die Inseln Ufnau und Lützelau in sich begreift, Frauenwinkel genannt, weil er seit 965 dem Stifte Unserer Lieben Frau von Einsiedeln gehört. Erste noch vorhandene Marchung vom Jahre 1549.
Winmännerstrass 15. Jahrh., Säumerweg, auf dem Männer in kleinen Fässchen den Wein über den Etzel nach Einsiedeln trugen. Bei Holderstauden, Hubmatten, auf dem Driesbüel, bei der Birchweid und am Etzel sind bis vor nicht zu langer Zeit noch Reste dieses Weges nachweisbar gewesen.
Wissen- Halten bei Wannen, 1331. Vom Geschlechtsnamen Wiss.
Würi (= Wehr, Wasserdamm), Ufnau, 15. Jahrh.
X
Y
Z
Zenden- (= Zehnten-) Wies zu Pfäffikon 1572, durch die Bilgeristrass ging, und wo 1614 ein Bildstöckli stand.
Zürichsee 610 lacus Tureginensis, 744 Zurihsee. - Die Grenzen der Höfe in demselben geht in ziemlich gerader Linie von Hafen in Richterswil aus, südöstlich an der kleinen Insel Schönenwerd und nördlich von den Inseln Ufnau und Lützelau vorbei zu dem Grenzstein (Dreiländerstein) am Seedamm, über diesen hinweg und zur Lidwil (Altendorf). Die Höfe haben Fischereigerechtigkeiten für 15 Landgarne.