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Kirche St. Peter und Paul auf der Insel Ufnau Kirche St. Adelrich in Freienbach Kirche St. Meinrad in Pfäffikon

Allgemein
Einst war die Insel Ufnau mit der Kirche St. Peter und Paul das kirchliche Zentrum der umliegenden Dörfer am Zürichsee. Der Gottesdienstbesuch war nur per Schiff möglich. Die Bevölkerungsentwicklung der Region sowie schwere Unglücksfälle auf dem Zürichsee - einmal sollen im Sturm in den Fluten gleich 50 Kirchgänger ums Leben gekommen sein - führten 1308 zur Errichtung einer eigenständigen Pfarrei in Freienbach. Mit dem Bau der neuen Pfarrkirche in Pfäffikon im Jahre 1965 erhielt die Gemeinde Freienbach ein zweites kirchliches Zentrum. Heute besteht die römisch-katholische Kirchgemeinde aus den Pfarreien Freienbach (mit Bäch und Wilen) sowie Pfäffikon (mit Hurden und Ufnau).
Rund ein Viertel der Bevölkerung gehört der 1906 gegründeten evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Höfe an. 1918 wurde die Kirche in Wilen-Wollerau, 1967 das Kirchgemeindehaus in Pfäffikon eingeweiht. - Die beiden Landeskirchen blicken auf eine jahrzehnte alte Tradition ökumenischer Zusammenarbeit zurück.
Mit der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) Höfe hat sich auch eine evangelische Freikirche in der Gemeinde etabliert. Ihre Anfänge reichen in das Jahr 1977 zurück. Drei Jahre später kam es zum offiziellen Gründungsakt der Freikirche, die in Wilen ein definitives Gemeindezentrum bezogen hat.

Entstehung von Kirchen und Kapellen

  • Martinskapelle auf der Insel Ufnau (9./10. Jh.)
  • St. Anna-Kapelle in Pfäffikon (1132, abgerissen)
  • Kirche St. Peter und Paul auf der Insel Ufnau (1141)
  • Kapelle in Freienbach (ca. 1150, ab 1308 Pfarrkirche, teilweise abgerissen)
  • St. Konradskapelle in Wilen (vor 1308)
  • Kapelle zu Ehren der heiligsten Dreieinigkeit in Hurden (1497)
  • Schlosskapelle in Pfäffikon (1566)
  • Drei-Eidgenossenkapelle in Pfäffikon (1594)
  • Pfarrkirche St. Adelrich in Freienbach (1674)
  • Evangelisch-reformierte Kirche in Wilen (1918)
  • Kapelle Bruder Klaus in Bäch (1945)
  • Pfarrkirche St. Meinrad in Pfäffikon (1965)
  • Evangelisch-reformiertes Kirchgemeindehaus in Pfäffikon (1967)
  • Gemeindezentrum der Freien Evangelischen Gemeinde Höfe in Wilen (1997)

Am Anfang stand die Insel Ufnau
Von Anfang an stellte das Kloster Einsiedeln die Seelsorger der Pfarrei Freienbach bzw. später der beiden Pfarreien der heutigen Kirchgemeinde Freienbach. Das hängt direkt damit zusammen, dass das Kloster im vorderen Hof seit dem 10. Jahrhundert die sogenannte Grundherrschaft ausübte. - Die Ufnau, wo spätestens im 7./8. Jahrhundert eine erste Kirche entstand, war bis 1308 das geistliche Zentrum der umliegenden Dörfer am Zürichsee. Sie behielt ihre Bedeutung aber auch nach der Loslösung der neugegründeten Pfarrei Freienbach. So wird in den Urbarien des 15. Jahrhunderts ein Kirchsteg erwähnt, der vom Hurdner Rosshorn auf die Ufnau führte. 

Das Kloster bestimmte bei der Kirche Freienbach ein Stück Land bzw. eine Pfarrpfrund, von deren Ertrag der Pfarrer den Lebensunterhalt bestreiten musste. Noch heute besteht eine Pfarrpfrundstiftung, die unter anderem preisgünstig Land für das Pfllegezentrum Pfarrmatte und die Alterswohnungen abgegeben hat.